Hochtemperatur, Relaxation - BIZON-Einpresskontakte für Leiterplatten und Stanzgitter

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Einpress-Verbindungen im Hochtemperatur-Bereich
? Relaxation?

Bei hohen Strömen und Temperaturen über 120 °C bieten sich die neuen hoch leitfähigen Kupferlegierungen an.


Großer Wert wird dabei oft auf die Relaxationsfestigkeit der Metalle (Abbau der elastischen Spannung) gelegt.

Im Gegensatz zu Steckverbinderkontakten spielt die Relaxation bei Einpresskontakten in Leiterplatten kaum eine Rolle.

Die Leiterplatte gibt nämlich zuerst und stärker dem Druck des Kontaktes nach und dabei wird die Spannung im Kontakt abgebaut. Keine Spannung - keine weitere Relaxation.  
Beispiel:

CuSn6 hat bei 150 °C nach 100 Stunden noch 80 % Restspannung.
Eine gewöhnliche FR4-Leiterplatte hat einen Glaspunkt Tg von 135 °C. Dies bedeutet, dass bei dieser Temperatur das Harz bereits weich ist und dem Kontaktdruck ausweicht. Die elastische Spannung zwischen Kontakt und Bohrung wird durch das Wegfließen der Harzmatrix abgebaut. Der Kontakt spürt nur noch eine stark verminderte Gegenkraft.

Ein Einpress-Kontakt mit genügend Elastizitätsreserven, kann dieses Nachgeben der Leiterplatte positiv nutzen.

Die Berührungsfläche und Haltekraft wird dadurch nachweislich erhöht.


Vorteil: Bei der Auswahl des Kontaktmaterials für höhere Temperaturen kann deshalb die (teure) Relaxationsfestigkeit untergewichtet werden.
Meist ist die FR4-Leiterplatte bei Strom und Temperatur der Engpass.

Beim Einpressen in Metall (Busbars, Stanzgitter) oder in
Keramik- und Glasleiterplatten gilt dies natürlich nicht.


Sensoren? Sehr hohe Temperaturen?

Einpress-Kontakte könnten auch aus Edelstahl hergestellt werden!
Dann sind auch 400 °C möglich.
Bei kleinen Strömen spielt der höhere Materialwiderstand keine Rolle.
Und Edelstahl kann kostengünstig direkt vergoldet werden.


Wenn das ein Thema ist, dann rufen Sie mich an: 07026 3004
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Copyright © Ingenieurbüro für Kontakttechnologie Dipl.Ing.(FH) Andreas Veigel
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